Zeitungsartikel zum 2. Gutachten der Auswirkungen der L 404n auf den Autoverkehr in Erkrath

Artikel WZ, Lokalteil Erkrath vom 12.12.09

Auf Erkrath rollt eine Blechlawine zu

VON ARNULF RAMCKE

Wenn Düsseldorf die L 404n ausbaut, fahren /nach Meinung eines Gutachters täglich 2000 Autos mehr als heute durch Alt-Erkrath.

Die Schreck kommt häppchenweise. Im Januar prognostizierte ein Gutachter, dass durch den Ausbau der L404n in Gerresheim täglich 1000 Autos mehr über Beethoven-, Neander- und Düsseldorfer Straße in Richtung Landeshauptstadt fahren. Der Grund: Wer von der B7 über den Hubbelrather Weg und die Düsseldorfer Straße in die Landeshauptstadt fährt, spart Zeit.

Elf Monate später hat sich die Zahl der Autos, für die eine solche Abkürzung attraktiv sein dürfte, verdoppelt. Am Donnerstag sprach der Gutachter auf der Sitzung des Ausschusses für Planung, Umwelt und Verkehr von 1920 zusätzlichen Autos. Damit würde sich die tägliche Zahl der Fahrzeuge auf dem Weg von Ost nach West von derzeit 15300 auf 172000 erhöhen. Das entspricht einem Anstieg von zwölf Prozent oder – um es anschaulicher zu machen – einer zehn Kilometer langen Blechlawine. Damit sind die Versicherungen aus dem Düsseldorfer Rathaus, der Verkehrsentwicklungsplan produziere nicht mehr Verkehr für Erkrath, endgültig widerlegt.

Sorge, dass Düsseldorf die B7 wegen Feinstaub dicht macht

Dass es noch mehr Autos werden könnten, befürchtet Peter Knitsch (Bündnisgrüne) für den Fall, dass die B7 wegen zur hoher Feinstaubbelastung zeitweise gesperrt wird. „Dann fahren noch mehr über den Hubbelrather Weg und weiter nach Düsseldorf.“ Das gelte es zu vermeiden.

Daher beauftragten die Ausschussmitglieder die Verwaltung, Möglichkeiten zu prüfen, mit denen der Ausbau der L404n verhindert werden kann. Parallel dazu soll die Feinstaubbelastung in Erkrath ermittelt werden.

Die Idee dahinter ist simpel: Wenn im Bereich von Neander- und Düsseldorfer Straße die Luft schlecht ist, könnte Erkrath diese Verbindung nach Düsseldorf als Abkürzung sperren.

 
Artikel Rheinische Post, Lokalteil Erkrath vom 15.12.09

Mehr Verkehr in Alt-Erkrath

VON OLIVER WIEGAND

Wenn Düsseldorf die vierspurige "Stadtautobahn" L404n baut, rollen täglich 2000 Autos mehr über die Neanderstraße. Politiker wollen nun prüfen, wie der Bau der Trasse verhindert werden kann.

Damit der Verkehr zügiger durch Düsseldorf rollen kann, plant die Stadt die Landstraße 404 zu erneuern. Teilweise soll die Straße vierspurig ausgebaut werden. Gegner des Projekts in Düsseldorf sprechen deshalb von einer "Stadtautobahn", die aus Richtung Unterbach/Vennhausen über Gerresheim und Lierenfeld nach Flingern weitergeführt wird.

Nach neuesten Berechnungen eines Gutachters würde sich der Bau der L404n ganz erheblich auf Alt-Erkrath auswirken. Über die Neanderstraße würden täglich 2000 Autos mehr rollen, erfuhren nun die Mitglieder des Planungausschusses auf ihrer Sitzung. 2000 Autos mehr entspricht einer Steigerung von rund 12 Prozent. Konkret: Nicht mehr knapp 15 000 Autos fahren täglich zwischen Alt-Erkrath und dem Neandertal hin und her, sondern knapp 17 000.

Die Gutachter gehen davon aus, dass durch den Neubau der L404 der Weg in die Düsseldorfer Innenstadt auch für viele aus dem Neandertal kommende Mettmanner attraktiver wird. Sie könnten künftig theoretisch aus dem, Neandertal viel zügiger die südlichen Düsseldorfer Stadtteile erreichen als wie bisher über die B7 zu fahren.

Attraktiver vor allem auch für schwere Lkw wird die Strecke über Erkrath auch durch den geplanten Ausbau der Bahnunterführung an der Morper Straße an der Stadtgrenze Alt-Erkrath/Gerresheim. Dort ist die Durchfahrtshöhe zurzeit auf 3,70 Meter begrenzt.

 
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